Steh auf und geh weiter – wie du die Vergangenheit loslassen kannst

Steh auf und geh weiter – wie du die Vergangenheit loslassen kannst

Wünschst du dir manchmal eine frühere Zeit in deinem Leben zurück? Fehlt dir irgendetwas oder hast du Liebeskummer? Das Alte abschließen und loslassen kann schwer fallen, muss aber manchmal sein.
Bist du auch schon einmal da gesessen, hast dich Machtlos gefühlt und wie ein Versager und dir nur gewünscht du könntest die Zeit zurück drehen zu einer früheren Zeit?
Du schwelgst die ganze Zeit über in Erinnerungen und spürst einfach nur dass dir etwas fehlt, was auch immer es ist. Aber bringt das dich wirklich weiter?

Die Vergangenheit ist für immer weg

Im Grunde stellst du dich gegen die Realität und versuchst etwas zu erreichen, was du einfach nicht erreichen kannst. Du konzentrierst dich auf die Vergangenheit, etwas das nicht wirklich existiert, etwas woran du nie mehr heran kommen wirst.
Dein Leben stagniert, wenn du nicht akzeptierst, dass die Vergangenheit vorbei ist und die Zukunft kommen muss. Wenn du in die Vergangenheit blickst kannst du dich nicht auf die Zukunft konzentrieren.
Wirklich voran kommen kannst du nur, wenn du auch nach vorne siehst. Doch wie heilt man eigentlich, wenn die Vergangenheit einen verletzt hat?

Konzentriere dich auf das Jetzt

Denkst du einmal genauer nach, in welchen Momenten es dir leicht fällt nicht an die vergangenen Ereignisse zu denken dann wirst du wahrscheinlich feststellen, dass es die Momente sind, in denen du beschäftigt bist.
Wenn wir im sogenannten Flow sind dann denken wir über nichts anderes nach. Wir fokussieren uns voll und ganz auf die aktuelle Tätigkeit und auf das Hier und Jetzt.
Versuche dich zu erinnern, bei welchen Tätigkeiten genau du voll im Hier und Jetzt gelebt hast. Integriere diese Tätigkeiten möglichst oft in deinen Alltag.
Du kannst aber auch üben, dich voll und ganz auf eine Sache zu konzentrieren. Und die Arbeit wird sich lohnen, denn diese Konzentration füllt deine Zeit nicht nur mit mehr Leben, sondern wird dir immer helfen nicht in der schmerzhaften Vergangenheit zu schwelgen und sogar deine Leistungen verbessern.
Fühle dich außerdem wohl in deiner Haut. Wenn wir traurig sind dann neigen wir meist dazu uns ganz und gar nicht wohl zu fühlen. Aber auch das lässt sich üben.
Erinnere dich immer wieder daran in dich hinein zu fühlen. Dann spüre alles um dich herum und in dir drin. Ganz Neutral, als Beobachter.
Fühle die Luft auf deiner Haut, in deiner Lunge wenn du atmest. Spür den Stoff deiner Kleidung auf deiner Haut. Entspanne deine Muskeln und fühle, wie angenehm schwer sich das anfühlt.
Beobachte einmal ganz genau deine Emotionen. Wo genau kannst du sie fühlen, wie genau fühlen sie sich an?
Mit der Zeit wirst du dich nicht einmal mehr daran erinnern müssen und dich praktisch rund um die Uhr wohl in deiner Haut fühlen. Und, mal ehrlich, hast du das nicht verdient, dich immer wohl zu fühlen, egal wo du gerade bist, egal was du machst?
Wenn du dich selbst in die Gegenwart holen willst dann analysiere einfach hin und wieder ganz genau und objektiv deine Situation. Sitzt du gerade im Zug, liegst du zu Hause im Bett oder genießt du ein Abendessen mit Freunden? Sieh dir deine Situation von außen an und beschreibe sie neutral, mach dir klar dass an der Situation selbst nichts schlechtes ist.
Ein kleiner Trick um dich auf die Realität zu konzentrieren, der mir selbst sehr geholfen hat, während ich im OP-Saal lag ist folgender: Schau dir die Gegenstände um dich herum an, benenne sie und ihre Farbe. Also zum Beispiel: Schrank – Blau.
Du musst dich so sehr auf die Aufgabe konzentrieren, dass du dich kaum noch mit unerwünschten Gedanken befassen kannst.

Gib deinen Gefühlen Raum

Ich gebe zu, das alles klingt jetzt ein bisschen nach Verdrängung. Gefühle zu verdrängen ist allerdings nie eine gute Idee.

Es ist keine Schande und du musst nicht immer glücklich sein und funktionieren. Du bist nicht gleich krank, nur weil du gerade nicht super motiviert bist sondern dir eher Gedanken um Dinge machst, die dir passiert sind.
Krank wird es erst dann, wenn du nicht mehr anders kannst, als an diese Dinge zu denken. Dann, wenn du überhaupt nicht mehr in die Zukunft schauen kannst und dein Leben komplett lahm gelegt wird von negativen Gedanken.
Nimm dir gezielt Zeiten, in denen du über die Vergangenheit nachdenkst und auch trauerst. Über Vergangenes nachzudenken kann auch sehr sinnvoll sein. Du kannst daraus lernen für die Zukunft, du kannst neue Perspektiven entwickeln und Erlebtes verarbeiten.
Doch nimm dir auch Zeiten, in denen du nicht an die Vergangenheit denkst, sondern nach vorne siehst und dich auf das Hier und Jetzt konzentrierst.
Wie gehst du damit um, wenn eine schöne Zeit zu ende ist? Schreib mir einen Kommentar, ich freue mich über dein Feedback.
Sei du selbst und geh deinen Weg!

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Christine

    Hallo Christina,
    ja, es ist völlig ok zu trauern.
    Ich finde es sogar sehr wichtig, auch solch negativen Gefühle wie Trauer oder Enttäuschung hin und wieder bewusst zuzulassen. So gibt man diesen Gefühlen einen angemessenen Raum und gerät weniger in Versuchung, sie komplett zu verdrängen.
    Wie man nicht völlig in seiner Trauer untergeht hast du klasse beschrieben und ich habe bei mir selbst schon oft bemerkt, daß im „Flow“ negative Gefühle gar nicht erst aufkommen können.
    Liebe Grüße
    Christine

    1. Hi Christine,
      ja das ist meiner Meinung nach das wichtige am Umgang mit solchen Gefühlen, die Balance zu finden zwischen Verarbeitung und in die Zukunft schauen.
      Alles Liebe
      Tina

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