Das natürlichste Erfolgsprinzip

Das natürlichste Erfolgsprinzip

Es gibt eine ganz bestimmte Methode, die sehr bekannt und auch sehr einfach ist, mit der man auf jeden Fall irgendwann Erfolg hat.
Was du mit einer Rakete gemeinsam hast und was das mit deinem Erfolg zu tun hat erkläre ich dir gleich.
Die Rede ist vom sogenannten „Try and Error“. Ich höre dich schon stöhnen. Bestimmt liest du das ständig. Auch ich selbst lese das ständig. Aber erst vor kurzem habe ich erst so richtig realisiert, wie natürlich und richtig es ist.
Ich lese gerade das Buch Psycho Cybernetics von Maxwell Maltz. Darin habe ich ein unglaublich erleuchtendes Beispiel für das „Try and Error“ gefunden.
Weißt du wie eine Rakete funktioniert? Sie bekommt ein Ziel und anhand von verschiedenen Sensoren erhält die Rakete dann immer eine Rückmeldung, ob sie auf dem richtigen Weg ist.
Jetzt könnte man meinen die fliegt schnurstracks gerade aus auf ihr Ziel zu. Nein.
Bekommt die Rakete positives Feedback von Sensoren und co. dann macht sie gar nichts. Sie fliegt einfach weiter.
Wenn dann negatives Feedback kommt, dann korrigiert sie. Also angenommen das Ziel liegt genau gerade aus. Die Rakete startet und fliegt etwas nach links. Dann bekommt sie negatives Feedback, auf welches sie reagiert und korrigiert dann nach rechts.
Für einen kurzen Moment fliegt sie dann auf der Zielgeraden, fliegt aber weiter, weil: Bei positivem Feedback macht sie ja nichts. Früher oder später ist sie dann also wieder zu weit nach rechts geflogen, bekommt negatives Feedback und korrigiert wieder nach links.
Das macht diese Rakete die ganze Zeit! So viel erst einmal zur heutigen technischen Lektion. 😉
Was aber nun viel interessanter ist: Du machst das genau so. Faszinierend, nicht wahr? Dein Unterbewusstsein tut genau das. Angenommen du willst ein Glas auf dem Tisch anheben.
Du nimmst bewusst einfach nur deinen Arm nach vorne. Aber dein Unterbewusstsein macht noch viel mehr.
Zunächst müssen ja die ganzen daran beteiligten Muskeln angesteuert werden. Dann bewegt sich der Arm vorwärts.
Deine Sensoren sind deine Augen und auch dein Tastsinn. Dein Unterbewusstsein gleicht also die Richtung und Position deines Arms ab, mit dem was du siehst und fühlst.
Immer dann, wenn eine kleine Abweichung auf dem Weg zum Glas passiert, dann wird korrigiert. Davon bekommst du bloß nichts mehr mit, weil dein Körpergefühl für so eine einfache Tätigkeit schon sehr gut geschult ist.
Am deutlichsten lässt sich das noch bei Babies beobachten. Die sind ja bekanntlich Grobmotoriker, das macht sie ja so süß.
Babies lassen ihre Arme immer ganz grob durch die Luft fahren. Ständig wedeln sie mit den Armen. Dabei lernt das Gehirn das Bild der Augen mit dem Gefühl und den möglichen Zielen abzugleichen. Das Kind entwickelt langsam ein Körpergefühl.
Wenn ein Baby nach einem Glas oder etwas anderem greifen will, dann „schlägt“ es erst einmal in alle möglichen Richtungen bevor es endlich beim Objekt der Begierde ankommt.
Beobachte das nächste mal ein Baby ganz genau dabei. Nun, da du das Prinzip kennst wirst du es definitiv wiedererkennen.
Aber auch bei allen Dingen, die du bereits bewusst gelernt hast, wendest du ganz automatisch dieses Prinzip an. Bist du ein paar Mal auf die Schnauze geflogen, bevor du laufen konntest? Ja, klar.
Hast du es Mal gewagt über einen Bach zu springen und bist hinein geflogen? Bestimmt.
Als du das Schreiben gelernt hast, wie oft hast du da Fehler gemacht? Mit Sicherheit viele.
Das alles hat dazu geführt, dass du heute korrekt Schreiben und Lesen und Springen und Laufen und noch viel mehr kannst.
Ohne all die Fehler, die du gemacht hast, wäre dir das heute nicht möglich.
Was hat das ganze jetzt mit deinem Erfolg zu tun?
Ich bin der Meinung, alles was in der Natur passiert ist grundsätzlich gut und funktioniert. Völlig wertfrei glaube ich, die Natur weiß was sie tut.
Da die Natur dein Unterbewusstsein zum Lernen mit einem „Try and Error“ System bedacht hat ist also auch das gut. Und was noch viel wichtiger ist, das System funktioniert wunderbar. Das merkst du spätestens, wenn du das nächste Mal nach einem Glas greifst.
Wir Menschen haben ständig Angst davor Fehler zu machen. Heutzutage strebt man nach Perfektion. Dabei arbeitet die Natur mit Fehlern.
Würde die Natur keine Fehler machen, dann gäbe es dich und mich jetzt nicht Mal. Inzwischen ist es außerdem kein Geheimnis mehr, dass viele erfolgreiche Menschen nach genau diesem Prinzip arbeiten und nur deshalb überhaupt erfolgreich sind.
Thomas Edison zum Beispiel, hatte viele, viele Fehlversuche hinter sich, bis er es geschafft hat die Glühbirne zu dem zu machen, was sie heute ist.
Vladislav Melnik beschreibt dieses Prinzip in seinem Affenbuch.
Ich bin sicher, jeder Mensch der sich aus eigener Kraft erfolgreich gemacht hat, hat genau nach diesem Prinzip gehandelt.
Das Prinzip und die Gründe, warum es so wichtig ist kenne ich schon lange. Mit diesem Beispiel habe ich es ein für alle Mal kapiert. Mir ist einfach ein Licht aufgegangen. Ich habe am eigenen Leib gespürt, dass die Natur dieses System nutzt und ich hoffe, dass dir das ganze Prinzip nun auch etwas klarer ist und du es für dich nutzen kannst.
Hast du jemals etwas ohne „Try and Error“ gelernt, oder eher doch nicht? Schreib mir doch einen Kommentar, ich freue mich über dein Feedback. 🙂
Sei du selbst und geh deinen Weg!


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Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Karsten

    Vielen Dank für den inspirierenden Post, Christina!
    Wer nichts versucht und auch mal scheitert und dadurch lernt, kommt meiner Ansicht nach kaum weiter – und verpasst sehr viel im Leben. Mir ist schon so einiges daneben gegangen, aber zum Glück geht es beim nächsten Versuch meistens besser 🙂
    Ein weitere Buchtip (wenn auch derzeit glaube Ich nur auf Englisch) ist: You! The Positive Force in Change von Eileen Rogers und Nick van Dam.

    1. Hi Karsten,
      Danke für den Tipp, das Buch werde ich mir gerne ansehen. Ich wünsche dir weiterhin Erfolg beim scheitern. 😉
      Lg Tina

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