So kannst du mit blöden Situationen richtig umgehen

So kannst du mit blöden Situationen richtig umgehen

Neulich an einem Montag kam ich in eine echt blöde Situation. Es war kalt und ärgerlich und ich wusste es würde lange dauern. Aber ich habe es gut überstanden. Denn mit blöden Situationen richtig umgehen ist gar nicht so schwer, wie man erst mal denkt.
Mit blöden Situationen richtig umgehen
Frag dich jetzt bitte nicht wie – ich habe mich aus meinem laufenden Auto ausgeschlossen. Der Schlüssel steckte, der Motor lief, ebenso wie das Licht und ich stand da draußen und kam nicht rein.
Glücklicherweise hatte ich mein Handy in meiner Jackentasche, sonst wäre ich wohl aufgeschmissen gewesen. Nun, du kannst dir vorstellen, wie ich mich im ersten Moment gefühlt habe. Ich habe sogar auf offener Straße zu weinen angefangen, als ich mit meinem Freund telefonierte.
Den Ersatzschlüssel konnten wir einfach nicht finden. So habe ich eben die Werkstatt angerufen. Mein Auto lief und lief und lief, doch draußen war es eiskalt.
Nicht weit entfernt gab es eine Tankstelle, in der ich mir gerne einen Kaffee geholt hätte. Aber nix da – das Geld lag ja schließlich im Auto.
Stelle dir die richtigen Fragen
Zuerst wurde mir richtig schlecht, ich bekam Bauchschmerzen und hatte das Gefühl ich würde jeden Moment umkippen. Aber dann habe ich mir die richtigen Fragen gestellt.
Anthony Robbins hat in seinem Buch Das Robbins Power Prinzip über das Fragen stellen geschrieben, erinnerte ich mich.
Ich habe mich gefragt: „Was ist das schlimmste, was passieren kann?

  • Mein Auto explodiert
  • Meine Finger und Zehen frieren ab
  • Ich komme später zur Arbeit
  • Es kostet mich einen haufen Geld

Das wars dann aber auch schon. Ja, ich habe schon einmal ein Auto „explodieren“ sehen, im Stau. Nicht wie in einem Spielfilm, natürlich. Aber es hat einen großen Knall gegeben und es rauchte heftig und dunkel unter der Motorhaube.
Aber die Wahrscheinlichkeit war ja doch eher gering, dass das passieren würde. Dass meine Finger und Zehen abfrieren würde wohl auch nicht passieren. Zur Not hätte ich ja fragen können, ob ich mich ins Café setzen darf, bevor ich erfriere.
Dass ich später zur Arbeit kam stimmt natürlich. Da ich aber Gleitzeit habe ist das schlimmste daran nur, dass ich eben ein paar Überstunden verliere. Geld kostet sowas natürlich auch. Aber das passiert eben, damit muss man klar kommen, wenn man ein Auto hat.
Akzeptiere die Folgen dieser blöden Situationen

Nun waren ja eigentlich meine größten Sorgen dahin. Anstatt mir nun den Kopf darüber zu zerbrechen, was noch alles schlimmes kommen könnte versuchte ich mich abzulenken.
Meinen Füßen zuliebe bin ich die ganze Zeit auf und ab gelaufen. Ein paar Mal habe ich noch mit meinem Freund telefoniert. Meine Sorgen habe ich einfach hinter mir gelassen, denn ich habe eingesehen, dass es mir nichts bringt, mich zu sorgen.
Und so lief ich eben eineinhalb Stunden lang auf und ab und dachte ein wenig nach und brachte die Zeit irgendwie herum. Schon wenige Zeit nach diesem Vorfall konnte ich über dieses kleine Malheur lachen.
Blöde Dinge passieren jedem
Es bringt einfach nichts, sich in so einer Situation den Kopf zu zerbrechen, sich zu ärgern und sich selbst Sorgen zu bereiten. Man bringt es hinter sich, Punkt.
In den meisten Situationen ist es gar nicht so schlimm, wie wir es uns immer ausmalen. Solche Dinge passieren, da kann man nichts machen.
Der Mensch hält außerdem mehr aus, als wir uns in der Regel zutrauen. Wie viele Menschen mussten schon vor mir frieren, vielleicht sogar ohne warme Kleidung? Ich denke eine Menge. Die meisten von ihnen haben es sicherlich überstanden, warum dann nicht auch ich?
Wir neigen dazu eine blöde Situation zu katastrophisieren, also uns das schlimmste auszumalen. Das schadet dir aber nur selbst und davon solltest du unbedingt weg kommen.
[bctt tweet=“Mit blöden Situationen umgehen ist eine Frage der Technik“]
In der nächsten blöden Situation

  • Behalte die Nerven
  • Frag dich: Was ist das schlimmste, das passieren kann?
  • Akzeptiere, dass es ein paar Nachteile gibt
  • Erkenne, dass sie nicht so schlimm sind, wie du gedacht hast
  • Lenk dich ab und mach weiter

Das war’s. Du solltest dir zu liebe in Zukunft lockerer mit solchen Dingen umgehen. Denn in zwei Jahren wirst du dich vermutlich nicht einmal mehr daran erinnern. Oder du kannst schon in wenigen Tagen darüber lachen.
Dir sind sicherlich auch schon blöde Dinge passiert, oder? Kannst du in so einer Situation die Nerven behalten? Schreib mir doch einen Kommentar, ich freue mich über dein Feedback. 🙂

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Ede-Peter

    In meinen jüngeren Zeiten hab ich mir immer alles richtig schlimm ausgemalt und dadurch recht häufig die Kontrolle über mein Tun verloren und brauchte immer sehr lange das unter Kontrolle zu bekommen.
    Es wurde mit der Zeit besser und ich glaube heute habe ich damit kein Problem mehr. Älter werden und vielleicht auch ein wenig weiser, kann auch helfen, diese Situationen in den Griff zu bekommen.
    So ähnlich wie du mit diesen Fragen, bin ich immer ganz gut „gefahren“.
    Vielen Dank für deinen Artikel, ein Schmunzeln konnte ich mir dennoch nicht verkneifen.
    LG Ede

    1. Hi Ede,
      ja sicher, das älter werden kann ja nicht nur Nachteile haben. 😉
      Mit zunehmender Lebenserfahrung lernt man natürlich auch besser mit so etwas umzugehen. Schön, dass es bei dir geklappt hat.
      Freut mich wenn ich dich zum Lachen bringen konnte. Ich fand es damals natürlich gar nicht lustig aber inzwischen lache ich auch herzhaft über den Vorfall.
      LG Tina

  2. Nancy Wilhelm

    Hallo Tina, ein sehr guter Artikel! Besonders toll finde ich, dass du uns Leser immer einen kleinen Einblick in dein Leben gewährst. Das macht auch diesen Beitrag wieder sehr authentisch. Und er kam genau zur richtigen Zeit für mich

    1. Hi Nancy,
      danke für die Blumen. 🙂
      Ich hoffe du kommst mit deinen ganz persönlichen blöden Situationen gut klar 😉 Meistens ist es einfach gar nicht so schlimm, wie du denkst!
      Liebe Grüße
      Tina

Schreibe einen Kommentar