Glaubenssätze

Bilde dir ein Bild

Von Glaubenssätzen hast du bestimmt schon gehört. Das sind die festgefahrenen Meinungen über dich, die Menschen, die Welt und das Leben in deinem Hinterkopf. Das sie nicht immer hilfreich sind weißt du sicher auch. Doch wie kannst du sie verändern?
Was sind Glaubenssätze eigentlich und wo kommen sie her?
Ein treffendes anderes Wort für Glaubenssatz ist auch Überzeugung. Wenn du an etwas glaubst, dann bist du davon überzeugt.
Man kann zum Beispiel an Gott glauben. „Es gibt einen Gott.“ ist also ein Glaubenssatz und eine Überzeugung. Viele Glaubenssätze betreffen aber vor allem dich. Du kannst etwa davon überzeugt sein, dass du bei anderen Menschen nicht gut ankommst.
Diese Überzeugung wird sich dann wahrscheinlich auch bewahrheiten. Auch Dinge wie „Die Welt ist schlecht.“ oder „Geld verdienen ist hart.“ sind weit verbreitete Glaubenssätze.
Die ersten Glaubenssätze bringst du im Prinzip schon mit auf die Welt. Als Kind hast du noch das Urvertrauen, das heißt du vertraust deinen Eltern voll und ganz. Besonders am Anfang des Lebens bilden sich dann immer mehr feste Überzeugungen.
Diese bilden sich zum einen durch Erfahrungen, etwa wie „Die Herdplatte sollte ich nicht mehr anfassen, sonst tut es weh.“.  Zum anderen aber auch durch die Aussagen von den Personen in deinem Umfeld.
Haben deine Eltern Probleme miteinander, kann es zum Beispiel sein, dass deine Mutter des öfteren über Männer schimpft. Dann bildet sich in dir vielleicht die Überzeugung, dass Männer schlecht sind.
Oder gibt es Geldprobleme in der Familie, dann lernst du sehr schnell, dass man sich schöne Sachen nicht leisten kann, dass Geld verdienen schwer ist und die Welt ungerecht.
Manche dieser Glaubenssätze sind dir deutlich vor Augen, andere fallen dir gar nicht auf, weil sie sich in dein Unterbewusstsein einarbeiten.
Warum Glaubenssätze bleiben
Hast du erst einmal eine Überzeugung, dann nimmst du automatisch jede Erfahrung die diesen Glauben unterstützt als Bestätigung dessen wahr. Dinge die dagegen sprechen verdrängst du dann eher.
Ähnlich, wie dann, wenn du im Raum umher blickst und gezielt nach roten Gegenständen suchst. Die grünen oder blauen Gegenstände im Raum nimmst du dann kaum noch wahr.
Vielleicht kennst du auch ein hübsches Mädchen, das davon überzeugt ist hässlich zu sein. Sie glaubt das. Wenn du ihr sagst, dass sie hübsch ist, winkt sie ab und sagt: „Stimmt doch gar nicht.“ Sieht sie aber in den Spiegel und findet einen Makel, dann nimmt sie das wieder als Bestätigung auf. Es scheint also erst einmal schwierig, so einen festgefahrenen Glaubenssatz zu verändern.
Was glaubst du?
Um an deinen Glaubenssätzen arbeiten zu können, solltest du erst einmal herausfinden, welche Glaubenssätze du dir in deinem Leben gebildet hast.
Du kannst Glaubenssätze aufdecken, indem du bestimmte Sätze beendest, wie zum Beispiel „Ich bin…“ oder „Die Welt ist…“ etc..
Es lohnt sich auch sich mit bestimmten Themen näher zu beschäftigen und sich zu fragen, wie du darüber denkst. Wie denkst du zum Beispiel über Geld, über andere Menschen und vor allem über dich? Was fällt dir als erstes ein, wenn du an etwas bestimmtes denkst. Welche Begriffe assoziierst du spontan?
Die Liste muss nicht auf einmal vervollständigt werden. Vielmehr kannst du im Alltag immer wieder neue Glaubenssätze entdecken. Nimm dir ein Notizbuch mit in das du die Überzeugungen einträgst, sobald du sie entdeckst.
Warum Glaubenssätze verändern?
Hast du einige Glaubenssätze zusammengetragen, solltest du dir einmal ganz genau ansehen, ob sie dir etwas bringen, oder dich behindern.
Welcher Glauben für dich hilfreich ist und welcher nicht, das solltest du selbst entscheiden. Glaubst du zum Beispiel, dass du niemals erfolgreich sein kannst dann ist das vermutlich ein hinderlicher Glaubenssatz.
Stell dir zu den Sätzen einfach ein paar Fragen:

  • Beschert der Glaubenssatz mir positive oder negative Gefühle?
  • Hilft er mir die Dinge zu erreichen, die ich mir vorgenommen habe?
  • Habe ich mir den Satz selbst gebildet, oder kommt er eher von Außen?

Fühlst du dich wohl mit deinem Glaubenssatz, dann gibt es wohl keinen Grund ihn verändern zu wollen. Nach der kurzen Analyse weißt du wahrscheinlich bescheid, ob du ihn gerne behalten möchtest, oder lieber nicht.
Glaubenssätze in Frage stellen
Nimm dir die Glaubenssätze vor, die du nicht als hilfreich empfindest und schreib sie am besten auf. Schreib auf, warum du diesen Glaubenssatz nicht gut findest. Frag dich, ob er überhaupt der Wahrheit entspricht und schreib die Antwort auf. Frag dich, ob er Sinn macht, ob er logisch scheint. Stell ihn einfach in Frage.
Such dir einen alternativen Glaubenssatz. Glaubst du zum Beispiel, dass du niemals erfolgreich sein kannst, dann möchtest du wahrscheinlich daran glauben, dass du Erfolg haben wirst.
Schreib auf, warum du diesen Glaubenssatz etablieren willst und auch, warum er deiner Meinung nach eher der Wahrheit entspricht.
Allein diese Vorgehensweise wird deine Sicht der Dinge wahrscheinlich schon verändern.
Glaubenssätze einprägen
Um dir eine Überzeugung wirklich anzueignen solltest du allerdings deinem Unterbewusstsein beweisen, dass der neue Glaubenssatz der Wahrheit entspricht.
Notiere dir, wie du dich wegen deines alten Glaubenssatzes verhältst. Schreib dann auf, wie du dich verhalten würdest, wenn du an deine gewünschte Überzeugung glauben würdest.
Halte alle Verhaltensweisen fest, nimm dir am besten einen Zettel oder ein Notizbuch mit. Verhalte dich in Zukunft genau so. Das solltest du eine Zeit lang durchhalten und dich immer wieder daran erinnern.
Einige Glaubenssätze sind leicht zu verändern, andere wiederum sind sehr tief verwurzelt und brauchen einige Zeit um sich zu verändern. Je öfter du dich allerdings so verhältst wie du es möchtest, desto leichter wird es werden und irgendwann, wenn du tatsächlich an die neue Überzeugung glaubst, dann wirst du dich automatisch dementsprechend verhalten.
Mit jedem Mal, an dem du dich wie gewünscht verhältst beweist du dir selbst, dass die Überzeugung wahr ist und prägst dir so den Glauben ein.
Welche Überzeugungen haben dich in der Vergangenheit gebremst? Wie hat es dein Leben verändert schädliche Glaubenssätze zu verändern? Schreib einen Kommentar, ich freue mich über dein Feedback. 🙂
Sei du selbst und geh deinen Weg!


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